Freitag, Dezember 14th 2007


MacGuyver war gestern…
posted @ 19:36 in [ Nützliches ]

…heute gibts den HouseholdHacker. Keine Ahnung was da alles schon schief gegangen ist, nützlich sind die Tipps allemal.
Wer also Lust auf nen Hähnchen hat und keinen Ofen sein Eigen nennen darf, dem kann ich folgendes Video empfehlen.




Donnerstag, Dezember 13th 2007


Rumpsteak ist lecker und gesund…
posted @ 18:27 in [ Aktuelles ]

…und am leckersten ist es in der Weinstube zur Sonne in Endingen.
Hier isst der Chefkoch sein argentinisches Rückenstück wenn er selber keine Lust hat den Grill anzuwerfen um sich ein 250gr. Rumpsteak zu braten.




Donnerstag, Dezember 13th 2007


Warum ich nicht mehr Bahn fahre III
posted @ 17:18 in [ Aktuelles ]

Nun kam ich zu einem Bauzaun, der groß und unüberwindbar vor mir aufragte. Passanten liefen auf der anderen Seite vorbei, mit Einkaufstüten und rosigen Bäckchen. Ich stand auf der anderen Seite der Bauzaunmauer, mit fertig gepackten Koffern, bereit das Land zu verlassen. Für eine kurze Zeit ahnte ich wie sich die Leute im Osten gefühlt haben mussten, nur dass dies keine Mauer war und ich durchaus wagen könnte das Ding umzuwerfen ohne das Selbstschussanlagen feuerten. Aber ich konnte den Zaun kaum anheben. Welch Elend, dem Zug entkommen aber gefangen hinterm faschistischen Bauzaun. Ein passant lief glücklich auf der Wessi Seite vorbei, vielleicht hatte er gerade Schokoladennikoläuse für seine Enkel gekauft. Ich rief in einwandfreiem Hochdeutsch (sächsisch hätte abgedroschen gewirkt) ob er mir helfen könne den fiktiven Osten (sinngemäß)zu verlassen. Er fand die Lücke im Bauzaun und ich konnte die Grenze endlich hinter mir lassen. Ich wünschet ihm frohe Weihnachten, schüttelte seine Hand und war nun endlich wieder nicht von anderen Passanten zu unterscheiden. Man konnte mir mein Abenteuer nicht mehr ansehen. Ich hätte eine x-beliebige Person sein können, die das Haus mit Koffern und Taschen verlassen hat um zum Bahnhof zu laufen.
Ich fand mich sehr mutig, dass ich nun, da mich das Pferd um 19:23 abgeworfen hatte, wieder bereit war auf das Pferd um 20:39 aufzusteigen. Ich beschloss auf meinem langen Weg zum Bahnhof niemanden nach der Uhrzeit zu fragen, da ich sowieso keine Möglichkeit zur Beschleunigung meiner Fortbewegungsgeschwindigkeit mehr sah.
Ich lief bestimmt 25 Minuten, vielleicht waren es 35. Auf dem Weg zum Bahnhof passierte nicht viel, außer dass mein Rucksackreisverschluss aufsprang und beinahe der gesamte Inhalt auf den verregneten Asphalt purzelte, ich an einem Haus vorbeikam in dem brasilianische Trommler für den Karneval übten und ich einer Polizeistreife in einem Zivilfahrzeug begegnete als ich an der Ampel wartete, dass die Männchen grün werden würden.




Mittwoch, Dezember 12th 2007


Warum ich nicht mehr Bahn fahre II
posted @ 17:31 in [ Aktuelles ]

Ich blickte mich um und auch wenn es zur ganzheitlichen Realisierung noch nicht reichen wollte, war mir doch schlagartig unbewusst bewusst, dass dieser Zug auf dem Abstellgleis weit draußen vor dem Bahnhof stand und darauf wartete, vielleicht im Morgengrauen oder am nächsten oder übernächsten Tag gereinigt und gewartet zu werden.
Ich war allein. Meine Streifzüge mit meinem gesamten Gepäck zum ganz vorderen und ganz hinteren Teil des Waggons bestätigten meine Vermutung, ich war allein im Zug nach Nirgendwo, der richtigerweise gar kein Zug war, weil die Lok fehlte.
Ich fühlte mich betrogen vom Leben, aber vor allem fühlte ich mich betrogen von sämtlichen Lokführern, für die ich mich während der Tarifverhandlungsdebatten noch so stark gemacht hatte. Sie hatten mich abgekoppelt und auf ein gottverlassenes Abstellgleis geparkt.
Mein Handyakku war leer, fast. Mit den letzten Tropfen Akkusaftes rief ich die rettende Stimme in Stuttgart an und schilderte ihr in ruhigem Ton die Lage. Notruftelefone gibt es in der Bahn nicht, muss man dazu wissen. Er gab an sofort dort anzurufen und die Situation zu klären - dann ein knacken - Stille- …- das Telefon war tot. Keine Chance es wieder zu beleben. Nachdem ich erst den Akku, dann das Handy, dann Fabrikanten von Ladegerät und Telefon gleichermaßen verflucht hatte und zu guter letzt mich selbst beschloss ich zu handeln. Die Situation war beklemmend, irre Gedanken rasten durch meinen Kopf - was wenn es eine Bombendrohung für diese drei Waggons gegeben hatte und die Bombe könne jeden Moment explodieren? Keine Frage ich musste hier raus. In einigen Kilometer Entfernung sah ich den Bahnhof leuchten. Aber wie komme ich hier nur raus? Nachdem ich mich mit dem Gedanken angefreundet hatte mit dem Nothammer die Scheibe einzuschlagen probierte ich den Türöffnerknopf und hast-du-nicht-gesehen- die Tür öffnet sich schnaufend und klappte zur Seite. Der Ausgang war jetzt allerdings durch die Abwesenheit eines Bahnsteiges sehr hoch oben, bzw. der Boden war sehr weit unten. Ich musste also circa einen Meter fünfzig hinunter springen um den grässlichen überdimensionierten Stahlwurm hinter mir zu lassen. Der Sprung in die Tiefe war eher unspektakulär und ich überstand ihn ohne Blessuren.
Nun da die Tür hinter mir so sperrangelweit offen stand, kam mir der unbehagliche Gedanke, man könne mich zur Rechenschaft für eine offen gelassene Tür, und eventuelle daraus resultierende Schäden ziehen. Ich reckte mich wieder hoch zum Zug und drückte den Türschließknopf. “Piep piep piep” Unter piepen und Schnaufen schloss sich die Tür des Zugs, der eigentlich kein Zug war, da er keine Lok besaß, die ihn hätte ziehen können. Zumindest war ich frei. Ich hatte nun die Wahl zwischen zwei Wegen, entweder ich blieb auf dem schmalen, dürftig geteerten Weg der sich eng zwischen den Gleisen schlängelte oder ich wählte erst einmal den Weg nach rechts, bei dem ich zwar 5 Gleise zu überqueren haben würde, aber auf einer Art Überweg, den auch ein Auto hätte benutzen können. Da ich nicht sah, wie der weitere Verlauf des schmalen Weges sein würde, entschloss ich mich dazu den geteerten Weg über die 5 Gleise mit äußerster Vorsicht zu gehen. Denn hätte ich die Gleise hinter mir, so wäre ich in einer Art Industriegebiet neben dem Bahnhof mit Fußwegen und somit kaum zu unterscheiden von jemandem der diesen Weg zum Bahnhof ganz gewöhnlich ging.
So jemand kam mir dann entgegen. Ich blickte verzweifelt und bat ihn sein Telefon benutzen zu dürfen um der rettenden Stimme in Stuttgart mitzuteilen, dass ich frei und bei bester Gesundheit war. “Ich bin rausgeklettert - alles ok -laufe zum Bahnhof zurück” Ein Telegramm wäre kaum besser zu verfassen gewesen. Er hatte wohl eben mit dem Bahnhof telefoniert, denn er ließ es mich wissen.
Das war das letzte was ich von ihm bis jetzt gehört habe, aber das ist ja auch erst eine Stunde her und ich bin ja schon auf direktem Weg sozusagen unterwegs ein Telefon zu finden und ihn anzurufen. Im Zug gibt es nämlich keines, das habe ich mehrmals erfragt und geprüft. Ich hoffe die rettende Stimme in Stuttgart macht sich keine allzu großen Sorgen um mich.
Nun gut ich hatte also telefoniert und war wieder auf sicherem Wege zurück zum Bahnhof. Unter Schwüren, dass ich heute das letzte Mal in einen Zug steigen und danach meine Bahncard verbrennen würde kämpfte ich mich vorwärts. Natürlich habe ich nicht wirklich vor, meine Bahncard zu verbrennen, da ich nicht weiß ob man eine verbrannte Bahncard kündigen kann..




Dienstag, Dezember 11th 2007


Warum ich nicht mehr Bahn fahre I
posted @ 17:16 in [ Aktuelles ]

Dieser nette Schwank aus dem Leben eines Bahnpendlers wurde mir freundlicherweisse von einer lieben Freundin zur Verfügung gestellt die aus verständlichen Gründen namentlich nicht genannt werden will. *Die Namen der Personen im Text sind daher von der Redaktion geändert.

Warum ich nicht mehr Bahn fahre -
aus dem Leben einer Pendlerin
(von Miranda Vera Cruz*)




Oktober 2008
M D M D F S S
« Dez    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Mostly CloudyStuttgart17°


Get Firefox!